Fachkräfte halten statt verlieren: Warum Zusammenarbeit im Team zurgrößten Stellschraube wird

Rückblick auf den Unternehmerabend vom 22.04.2026

Warum Zusammenarbeit im Team zurgrößten Stellschraube wird

Rückblick auf den Unternehmerabend vom 22.04.2026

Viele Unternehmen stehen aktuell vor denselben Fragen:

  • Warum funktioniert die Zusammenarbeit im Team nicht mehr so reibungslos wie früher?
  • Warum verlassen gute Mitarbeitende das Unternehmen?
  • Und warum greifen klassische Maßnahmen, wie Gehaltserhöhungen, oft zu kurz?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt unseres Unternehmerabends im c/oWERK. Und eines wurde schnell klar, die eigentliche Herausforderung liegt nicht in den Aufgaben, sondern in den unterschiedlichen Erwartungen im Team.

Was passiert aktuell in den Unternehmen?

Ob Handwerk, Gastronomie, Hotellerie, Industrie oder Dienstleistung, die Themen ähneln sich stark: Fachkräfte sind schwer zu finden, das Wissen droht verloren zu gehen, Teams funktionieren nicht mehr „wie früher“ und Veränderungen werden zäh umgesetzt. Auch die aktuelle Forschung bestätigt diese Wahrnehmung. Laut dem Gallup Engagement Index 2025 sind nur 10 % der Mitarbeitenden emotional hoch gebunden, während 77 % lediglich Dienst nach Vorschrift machen. Das bedeutet: die meisten Mitarbeitenden sind nicht unzufrieden, aber auch nicht wirklich engagiert.

Der unterschätzte Kern sind oftmals die unterschiedlich geprägten Generationen im Team. Im Vortrag wurde deutlich, nicht die Persönlichkeit ist das Problem, sondern die Prägung. Jede Generation bringt andere Erwartungen mit:

  • Babyboomer: Loyalität, Erfahrung, Hierarchie
  • Generation X: Pragmatismus, Eigenständigkeit
  • Generation Y: Sinn, Beteiligung, Entwicklung
  • Generation Z: Schnelligkeit, Flexibilität, Transparenz

Daraus entstehen Spannungsfelder wie Erfahrung vs. Geschwindigkeit, Hierarchie vs. Beteiligung und/oder Sicherheit vs. Entwicklung. Und genau hier entstehen die Reibungen im Alltag. Die Folgen für Unternehmen sind, wenn diese Unterschiede nicht aktiv gestaltet werden, dass Fachkräfte das Unternehmen verlassen, Wissen verloren geht und intern Veränderungsprozesse scheitern. Der Gallup Report zeigt zusätzlich: 

  • geringe Bindung führt zu weniger Eigeninitiative und Innovation,
  • hohe Bindung reduziert Fehlzeiten um 41 Prozent
  • und steigert deutlich die “Bleibebereitschaft”.

Anders gesagt, Zusammenarbeit ist kein „Soft-Thema“, sondern ein harter wirtschaftlicher Faktor. Die zentrale Erkenntnis des Abends, aus meiner Sicht ist, die Lösung liegt nicht darin, Unterschiede zu vermeiden, sondern sie gezielt zu nutzen. 

Der Schlüssel steckt im

–  Verstehen: Prägungen erkennen,

–  Brücken bauen: gemeinsame Ziele definieren,

–  Stärken nutzen: Erfahrung und neue Perspektiven kombinieren.

Aber wie setzt man das konkret um? Genau hier setzte der zweite Teil des Abends an: 

Viele Unternehmen wissen, dass sie etwas verändern müssen, aber nicht wie. Das INQA-Coaching kann dazu ein möglicher Baustein sein. Es bietet hier einen strukturierten Ansatz, mit

– bis zu 80 % Förderung

– Fokus auf Themen wie: Arbeitsorganisation, Führung & Zusammenarbeit, Fachkräftesicherung und  Unternehmenskultur. 

Das Ziel ist nicht Beratung „von außen“, sondern gemeinsam mit dem Team Lösungen entwickeln, die für das Unternehmen wirklich funktionieren. 

Was den Unternehmerabend besonders gemacht hat, war neben den Impulsen vor allem der Austausch. In der Diskussion wurde deutlich, dass viele Unternehmen ähnlichen Herausforderungen haben, dass Lösungen oft erst im Dialog entstehen und der Perspektivwechsel echte Aha-Momente erzeugt. 

Die Arbeitswelt verändert sich schneller als je zuvor, die Babyboomer gehen in den Ruhestand und sind ab 2030 ausgeschieden, die jüngeren Generationen haben andere Erwartungshaltungen und Blickwinkel auf die Arbeit und der Arbeits- und Fachkräftemangel bleibt bestehen. Gleichzeitig zeigt die Gallup-Studie, die emotionale Bindung ist einer der stärksten Hebel für Produktivität, Stabilität und Unternehmenserfolg.

Das bedeutet im Fazit, Unternehmen, die heute erfolgreich sein wollen, müssen ziemlich schnell lernen, dass sie die Generationen nicht zu managen haben, sondern bestmöglich verbinden. Denn genau dort entsteht die bessere Zusammenarbeit, höhere Mitarbeiterbindung und der nachhaltige Unternehmenserfolg.

Damit komme ich zum Ausblick:

Der Unternehmerabend in Neubrandenburg war bewusst kein einmaliges Event. Denn die Her-ausforderungen im Mittelstand sind nicht punktuell, sie sind dauerhaft und verändern sich stetig:

– Fachkräfte gewinnen und binden,

– Zusammenarbeit im Team verbessern,

– Veränderungen im Unternehmen umsetzen,

– Prozesse effizienter gestalten und

– neue Anforderungen durch Digitalisierung und KI integrieren.

Genau deshalb wird der Unternehmerabend als regelmäßiges Format weitergeführt. Im Mittelpunkt steht dabei immer, es muss Praxisnahe Impulse für aktuelle unternehmerische Herausforderungen, kombiniert mit echtem Austausch auf Augenhöhe, geben. Jeder Abend greift ein konkretes Thema auf, das Unternehmen aktuell bewegt. Und jedes Mal geht es nicht nur um Impulse, sondern um die Frage:

Was bedeutet das konkret für mein Unternehmen und wie setze ich es um?

Blog Detail

Autor: Christian Atzl

Datum: 24.04.2026

Unternehmerabend im c/oWERK NEUBRANDENBURG

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Christian Atzl